Grau, Blau oder Grün? Wählen Sie die richtige Scheibentönung für Ihr Projekt

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Grau, Blau oder Grün? Wählen Sie die richtige Scheibentönung für Ihr Projekt

Wenn Sie eine schnelle Entscheidung treffen müssen, gilt folgende Faustregel:

  • Beste Energieeffizienz (LEED): Entscheiden Sie sich für „Green“. Es bietet das beste Verhältnis von Lichteinfall zu Sonneneinstrahlung und lässt natürliches Licht herein, während unsichtbare Wärme abgehalten wird.
  • Am besten zur Blendungsreduzierung: Wählen Sie Grau. Es ist „spektralneutral“, das heißt, es dämpft das Sonnenlicht, ohne die tatsächlichen Farben der Außenansicht zu verändern.
  • Ideal für moderne Ästhetik: Entscheiden Sie sich für Blau. Es sorgt für ein klares, hochmodernes Erscheinungsbild. (Hinweis: „Ford Blue“ ist hochtransparent; „Dark Blue“ bietet hohe Sichtschutzfunktion).
  • Am besten für Wärmedämmung/Nachrüstung: Wählen Sie Bronze. Ideal für ein wohnliches Ambiente oder zur Ergänzung von Mauerwerksfassaden.

Profi-Tipp: Um eine optimale Leistung zu erzielen, sollten Beschaffungsmanager diese Tönungen immer mit einer Low-E-Beschichtung auf Seite 2 kombinieren.

Einführung

In der gewerblichen Architektur geht es bei Glas nie nur um die Aussicht – es ist die wichtigste Barriere zwischen Ihrem kontrollierten Innenraum und den chaotischen Einflüssen von draußen.

Wenn man eine Skyline betrachtet, ist der Unterschied zwischen einem eleganten blauen Wolkenkratzer und einem neutralen grauen Bürokomplex optisch deutlich zu erkennen. Im Großhandel für Bauglas werden die unsichtbaren Leistungskennzahlen, die diese Farbwahl bestimmen, jedoch oft missverstanden.

Vorteile von Floatglas

Selecting the right glass tint is a critical decision that balances architectural intent with building performance. Hier trifft Design auf Physik. Dieser Leitfaden stellt die gängigsten Glasbeschichtungen für den gewerblichen Bereich vor, damit Sie eine Auswahl treffen können, die an der Fassade gut aussieht und sich noch positiver auf Ihre Energiekosten auswirkt.

Warum Farben wichtig sind

Die Balance zwischen optischer Attraktivität und thermischer Leistung

Getöntes Architekturglas verleiht einem Gebäude nicht nur Farbe, sondern wirkt auch wie ein „Wärmeschwamm“. Die Hersteller erzielen diese Farbtöne, indem sie während des Herstellungsprozesses von Floatglas bestimmte Metalloxide – wie Eisen, Kobalt oder Selen – hinzufügen. Diese Zusatzstoffe verändern die Art und Weise, wie das Glas mit dem Sonnenlicht interagiert.

Anstatt die Sonnenwärme direkt ins Innere dringen zu lassen, absorbiert getöntes Glas einen Großteil dieser Sonnenenergie. Da das Glas die Energie absorbiert, erwärmt sich die Scheibe selbst und strahlt diese Wärme anschließend wieder ab. Das Ziel besteht darin, den Großteil dieser Wärme wieder nach draußen abzuleiten, anstatt sie in die Büroräume strömen zu lassen.

Die Herausforderung für Planer besteht darin, den „Sweet Spot“ zu finden. Sie benötigen eine Tönung, die Blendungen reduziert und den Kühlbedarf senkt, sollten jedoch darauf achten, dass sie nicht so dunkel ist, dass der Innenraum düster oder bedrückend wirkt. Es ist ein heikles Gleichgewicht zwischen dem Abhalten von Wärme und dem Einfangen von Tageslicht.

Getöntes Glas für Gebäudefassaden

Technische Daten

VLT, SHGC und Lichtverhältnisse verstehen

Bevor wir uns mit den Farben befassen, müssen wir die drei wichtigsten Kennzahlen verstehen, die die Leistung eines Fensters bestimmen.

Durchlässigkeit für sichtbares Licht (VLT)

Bevor wir uns mit den Farben befassen, müssen wir die drei wichtigsten Kennzahlen verstehen, die die Leistung eines Fensters bestimmen. Bevor wir uns mit den Farben befassen, müssen wir die drei wichtigsten Kennzahlen verstehen, die die Leistung eines Fensters bestimmen.

Gebäudefolien wirken wie eine Sonnenbrille für Ihr Gebäude. Eine leichte Tönung könnte diese Lichtdurchlässigkeit auf 60 % senken, während eine starke Sichtschutz-Tönung sie auf 15 % reduzieren könnte. Ein niedrigerer VLT-Wert verhindert Blendungen wirksam, doch wenn er zu niedrig ist, ist man selbst zur Mittagszeit auf künstliche Beleuchtung angewiesen.

Sonneneinstrahlungskoeffizient (SHGC)

Während VLT das Licht reguliert, reguliert SHGC die Wärme. Dieser Koeffizient gibt an, wie viel Prozent der Sonnenwärme in das Gebäude gelangt. Er wird als Zahl zwischen 0 und 1 ausgedrückt, und in diesem Spiel ist ein niedrigerer Wert in der Regel besser.

Er wird als Zahl zwischen 0 und 1 ausgedrückt, und in diesem Spiel ist ein niedrigerer Wert in der Regel besser. Er wird als Zahl zwischen 0 und 1 ausgedrückt, und in diesem Spiel ist ein niedrigerer Wert in der Regel besser.

Low-E-Glas – So funktioniert es

Spektrale Selektivität

Das ist das „Geheimnis“ von hochwertigem Glas. Idealerweise sollte das Glas „spektral selektiv“ sein – das heißt, es unterscheidet zwischen dem gewünschten sichtbaren Licht und der unerwünschten Infrarotstrahlung.

Ein Glas mit hoher Selektivität (die oft durch eine grüne Tönung erreicht wird) lässt viel Licht herein und hält gleichzeitig die unsichtbaren Wärmestrahlen wirksam ab.

Nachdem nun die technischen Grundlagen geschaffen sind, wollen wir uns ansehen, wie die einzelnen Farbfamilien im Vergleich zueinander abschneiden.

Die „großen Drei“ von Tints

Blue Tint: Der moderne Maßstab für Klarheit und Produktivität

Blaues Glas ist zum Symbol der modernen Architektur geworden. Es vermittelt ein Gefühl von technologischer Raffinesse und Offenheit. Wenn Sie einen klar umrissenen Turm sehen, in dem sich der Himmel spiegelt, ist er wahrscheinlich blau getönt.

Blau getöntes Floatglas

Hier gibt es im Allgemeinen zwei Lager. Zunächst gibt es die helleren Varianten, die oft als „Ford Blue“ oder „Arctic Blue“ bezeichnet werden. Diese sind auf hohe Lichtdurchlässigkeit ausgelegt und weisen in der Regel einen Lichtdurchlassgrad (VLT) von über 60 % auf. Sie verleihen Innenräumen eine kühle, luftige Atmosphäre, die in Büroumgebungen oft psychologisch mit Klarheit und Produktivität in Verbindung gebracht wird.

Am anderen Ende des Spektrums steht „Dark Blue“. Dies wird häufig in tropischen Klimazonen oder bei Anwendungen mit starker Sonneneinstrahlung eingesetzt, wo die Sonne unerbittlich scheint. Ein tiefes Marineblau wirkt wie ein starker Filter, der einen Sonnenschutz bietet, der mit dunkelgrauem Glas vergleichbar ist, dabei aber eine lebendige, reflektierende Oberfläche bewahrt, die den Himmel widerspiegelt.

Green Tint: Der Effizienz-König für LEED-Gebäude

Wenn Energieeffizienz oberste Priorität hat, ist eine umweltfreundliche Lösung oft die bessere Wahl. Diese Effizienz ist kein Zufall, sondern chemisch bedingt. Grüne Farbtöne werden in erster Linie mit Eisenoxid erzeugt, und Eisen ist von Natur aus spektral selektiv.

Aufgrund dieser chemischen Zusammensetzung ist grünes Glas widerstandsfähiger als Glas in anderen Farben. Eine standardmäßige 6-mm-Grüntönung kann einen sehr hohen Lichtdurchlassgrad (VLT) von 77 % bieten und gleichzeitig einen relativ niedrigen Sonnenwärmedurchlassgrad (SHGC) von 0,62 aufweisen.

Grün getöntes Floatglas

Wenn Sie versuchen würden, denselben Hitzeschutz mit grauem Glas zu erreichen, müssten Sie sich mit einem deutlich dunkleren Raum begnügen. Bei Projekten, die eine LEED-Zertifizierung anstreben, oder bei Gebäuden, die Tageslicht nutzen müssen, ohne dabei Wärmeverluste in Kauf zu nehmen, ist „Green“ das Arbeitspferd der Branche.

Grautönung: Die „True Color“-Wahl zur Blendungsreduzierung

Während Grün für Effizienz steht und Blau für Modernität, ist Grau die „ehrlichste“ Farbe. Architekten schätzen graues Glas wegen seiner spektralen Neutralität.

Im Gegensatz zu blauem oder grünem Glas, das als Farbfilter wirkt, fungiert graues Glas wie ein Dimmer. Das ändert nichts an der Farbe der Welt da draußen. Wenn man durch ein graues Fenster schaut, sehen die Bäume immer noch grün und der Himmel immer noch blau aus – die Aussicht ist einfach dunkler. Dadurch eignet sich Grau ideal zur Blendungsminderung, insbesondere an nach Westen ausgerichteten Fassaden, wo die untergehende Sonne blendend wirken kann.

Grau getöntes Floatglas

Allerdings gibt es dabei einen Kompromiss. Graues Glas ist spektral weniger selektiv als grünes. Um mit grauem Glas eine nennenswerte Wärmeabschirmung zu erzielen, muss man in der Regel eine dunklere Tönung in Kauf nehmen. Es stützt sich eher auf die Dichte als auf chemische Selektivität, um die Hauptarbeit zu leisten.

Spezial- und Architekturtönungen

Neben den drei Standardtönungen gibt es Nischentönungen, die auf bestimmte architektonische Anforderungen zugeschnitten sind.

Bronzeglas

Der Bronzeton verleiht eine unverwechselbare ästhetische Wärme, die modernem, kühltonigem Glas fehlt. Es wird häufig bei Sanierungsprojekten eingesetzt, um sich an bestehende Strukturen anzupassen oder um Fassaden aus Mauerwerk und Ziegeln in Erdtönen zu ergänzen.

Im Inneren verbreitet es einen warmen, sepiafarbenen Schein. Auch wenn dies in Bürohochhäusern heutzutage eher selten anzutreffen ist, verleiht es Wohn- oder Gastronomiebereichen zweifellos eine gemütliche Atmosphäre.

Bronzefarbiges Floatglas

Schwarzes (sehr dunkles) Glas

Dieses Glas, das oft als „Super Grey“ oder „Dark Grey“ vermarktet wird, senkt den Lichtdurchlassgrad (VLT) auf 15 % oder weniger. Tagsüber entsteht dadurch ein fast vollständiger Einwegspiegeleffekt.

Es wird selten für Sichtglas in den Hauptbürobereichen verwendet; stattdessen kommt es häufig bei „Spandrels“ zum Einsatz – den undurchsichtigen Paneelen, die dazu dienen, bautechnische Elemente wie Deckenplatten oder HLK-Anlagen zwischen den Stockwerken zu verbergen und so eine nahtlose Glasfassade zu schaffen.

Schwarz getöntes Floatglas

Rosa Glas

Auch wenn man rosa Wolkenkratzer nicht oft zu sehen bekommt, findet rosa Glas doch Anwendung in Boutiquen oder bei Trennwänden im Innenbereich. Es handelt sich dabei um eine rein ästhetische Entscheidung, die dazu dient, eine bestimmte Stimmung oder Markenidentität zu schaffen, und nicht um die Sonnenschutzleistung.

Um Ihnen zu verdeutlichen, welche Kompromisse zwischen Licht, Wärme und Farbe bestehen, finden Sie hier einen direkten Vergleich der gängigsten technischen Spezifikationen:

Rosa getöntes Floatglas

Schnellvergleich: Leistung von getönten Scheiben

FarbtonHauptvorteilLichtdurchlässigkeit (VLT)Wärmeschutz (SHGC)InnenraumästhetikBeste Anwendung
GreyBlendschutzNiedrig bis mittelHochTrue ColorWestfassaden;
Umgebungen mit starker Blendung;
Datenschutz.
BlueModerne ÄsthetikVariableMäßig bis hochCool ToneFirmenhochhäuser;
Gebäude an der Küste;
gemischte Klimazonen.
GreenEnergieeffizienzHochHochZartes GrünLEED-Projekte;
Umweltfreundliche Bauweisen;
heiße Klimazonen, in denen Tageslicht benötigt wird.
BronzeWärmeNiedrig bis mittelMäßigSepia / WarmNachrüstungen;
Wohn;
passende Ziegel- oder Mauerwerksfassaden.

Spickzettel zum strategischen Einkauf

Zwar bilden die lokalen Wetterbedingungen die Grundlage für Ihre Entscheidung, doch sind sie selten der einzige Faktor. Ein Wolkenkratzer in einer kalten Klimazone benötigt möglicherweise dennoch dunkles Glas, um die Privatsphäre zu wahren, und ein Boutique-Hotel könnte Farbe gegenüber der thermischen Effizienz den Vorrang geben.

Bei der Beschaffung in der Praxis muss das Projekt unter drei verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden: dem Klima, dem Nutzererlebnis und der strukturellen Integrität des Glases selbst.

Vakuumglaslösung für Hochhäuser

1. Die Klimaperspektive: Effizienz vs. Licht

Problembereiche: Vorrang für niedrige SHGC-Werte

In Regionen, in denen die Sonne ein Problem darstellt, ist Ihr vorrangiges Ziel der Sonnenschutz. Hier sind tiefe Farbtöne wie Dunkelblau, Dunkelgrau oder High-Performance-Grün unverzichtbar. Das Ziel ist es, die Sonnenenergie an der Gebäudehülle einzufangen, bevor sie Ihre Kosten für die Klimatisierung in die Höhe treibt.

Kaltzonen: Ermöglicht passive Solarheizung

In gemischten oder von Heizung dominierten Gebieten (Nordeuropa, Kanada, Norden der USA) kehrt sich diese Strategie jedoch um. Ein kräftiger Grauton sorgt hier an kurzen Wintertagen für einen „Höhleneffekt“.

Bei diesen Projekten ermöglicht die Verwendung von klarem, hellblauem oder hellgrünem Glas eine passive Solarheizung und sorgt für eine positive Stimmung im Innenraum.

2. Die Datenschutz-Perspektive

Wenn man das Problem mit der Wärme gelöst hat, muss man sich um die Augen kümmern. Nicht jedes Fenster erfüllt denselben Zweck, und es kann sich manchmal als Fehler erweisen, für ein ganzes Gebäude nur eine einzige Tönungsvariante zu wählen.

Erdgeschossbereiche und Bereiche mit hoher Bebauungsdichte

Bei den unteren Etagen, die an belebte Straßen grenzen, bieten Standardtönungen oft keinen ausreichenden Sichtschutz, sodass die Büros zu einem Schaufenster werden. In diesen speziellen Bereichen ist der Einsatz von Gläsern der Dark-Serie (15–25 % Lichtdurchlässigkeit) eine funktionale Notwendigkeit.

Blaue reflektierende Glasgebäudevorhangwand

Dadurch entsteht tagsüber ein Einwegspiegeleffekt, der Mitarbeiter oder Gäste vor den Blicken von Passanten schützt, ohne dass die Jalousien rund um die Uhr geschlossen bleiben müssen.

Obere Stockwerke und Sichtachsen

Umgekehrt ist in den oberen Etagen, wo die Aussicht den Mietpreis bestimmt, die Euro-Serie (Standard 40–50 % VLT) die erste Wahl der Branche.

Es bewahrt die Verbindung zur Skyline. Viele erfolgreiche Projekte setzen tatsächlich auf eine „gemischte Ästhetik“, bei der auf den Podiumsebenen dunkleres Glas und am Turm helleres Glas verwendet wird, die durch eine einheitliche reflektierende Beschichtung miteinander verbunden sind.

3. Der Sicherheitsaspekt: Vermeidung thermischer Belastung

Das ist das technische Detail, das Käufern später oft kostspielige Neuanschaffungen erspart. Bei der Beschaffung von getöntem Glas muss man besonders auf „thermische Spannungen“ achten.

Die Gefahr dunkler Tönungen

Da getöntes Glas Wärme absorbiert (anstatt sie zu reflektieren), wird die Scheibe selbst heiß – viel heißer als klares Glas.

Wenn eine dunkelgraue oder dunkelblaue Scheibe teilweise im Schatten liegt (durch einen Überhang oder ein benachbartes Gebäude), bleibt ein Teil der Scheibe kühl, während sich der sonnenbeschienene Teil schnell ausdehnt. Dieser Temperaturunterschied kann dazu führen, dass das Glas spontan zerbricht.

Die Beschaffungsanforderung

Als Faustregel gilt: Je dunkler die Tönung, desto höher das Risiko. Bei der Beschaffung von getönten Scheiben mit einem Lichtdurchlässigkeitsgrad (VLT) unter 40 % ist es fast zwingend erforderlich, wärmebehandeltes oder vollständig gehärtetes Glas anzugeben. Dies erhöht zwar die Anschaffungskosten pro Einheit, verhindert jedoch das Risiko von thermischen Brüchen, deren Behebung nach Bezug des Gebäudes mit weitaus höheren Kosten verbunden ist.

4. Der ästhetische Blickwinkel: Die Konsistenz von „Spandrels“ gewährleisten

Zuletzt müssen Sie berücksichtigen, wie sich das Sichtglas in die Bereiche ohne Sichtfläche einfügt. In Geschäftsgebäuden wird „Spandrelglas“ verwendet, um Betonbodenplatten und Lüftungskanäle zwischen den Stockwerken zu verbergen.

Passend zum Look

Manche Farbtöne lassen sich leichter aufeinander abstimmen als andere. Grau- und Bronzetöne eignen sich hervorragend dazu, innere Strukturen zu verdecken; oft wirken Sicht- und Füllglas von außen nahtlos ineinander übergehend. Grüne und hellblaue Farbtöne sind hingegen transparenter.

Getöntes Floatglas für Möbel und Inneneinrichtung

Wenn Sie sich für diese helleren Farbtöne entscheiden, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Lieferant ein hochwertiges Opazifizierungsmittel (eine farbige Folie oder Farbe, die auf die Rückseite des Spandrels aufgetragen wird) anbietet, das perfekt zur Durchlichtfarbe des Sichtglases passt. Ohne diese Übereinstimmung wirkt das Gebäude eher gestreift als glatt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Diese Fragen höre ich bei fast jedem Projekt. Lassen Sie uns das klären.

Blaues oder grünes Glas: Was spart mehr Energie?

Betrachtet man die physikalischen Eigenschaften von normalem Floatglas, hat grünes Glas in der Regel die Nase vorn. Im Verhältnis zur Lichtmenge, die es durchlässt, bietet es eine bessere Energieeinsparung. Es weist aufgrund seines Eisengehalts dieses hervorragende „Verhältnis von Lichteinfall zu Sonneneinstrahlung“ auf.

Allerdings – und das ist ein großes „allerdings“ – entwickelt sich die Glastechnologie rasant. Moderne, leistungsstarke Blautöne schließen diese Lücke. Wenn Sie den Look von Blau lieben, aber die Leistung von Grün wünschen, fragen Sie Ihren Lieferanten nach „Hochleistungs“-Blaugläsern – er hat wahrscheinlich eine Rezeptur, die dem sehr nahe kommt.

Verfälscht graues Glas die Farben der Aussicht von innen?

Nein, und genau das ist seine größte Superkraft. Graues Glas ist „spektral neutral“.

Stell dir das mal so vor: Wenn du eine blaue Sonnenbrille trägst, gewöhnen sich deine Augen zwar irgendwann daran, aber weißes Papier sieht trotzdem noch ein bisschen blau aus. Durch graues Glas wirkt weißes Papier weiß, nur etwas dunkler.

Wenn Sie ein Kunstatelier, einen Ausstellungsraum oder einen Raum gestalten, in dem Farbgenauigkeit entscheidend ist, ist „Grey“ die einzig logische Wahl. Blaue und bronzefarbene Farbtöne verändern das Farbspektrum des Innenlichts leicht, was sich darauf auswirken kann, wie Möbel und Oberflächen im Innenraum wahrgenommen werden.

Kann ich getöntes Floatglas mit Low-E-Beschichtungen kombinieren?

Ja, und bei einem modernen Hochleistungsgebäude sollte man das unbedingt tun. Tatsächlich sieht man heutzutage kaum noch ein Geschäftsgebäude, das nicht über diese Kombination verfügt.

Low-E-Glasfassade

Eine gängige Strategie besteht darin, ein getöntes Glas (die Außenscheibe) zur Wärmeabsorption zu verwenden, in Verbindung mit einer Low-E-Beschichtung (in der Regel auf der Innenseite der Außenscheibe) zur Wärmereflexion.

Diese Kombination bietet das Beste aus beiden Welten: die gewünschte optische Farbwirkung der Tönung und die hervorragende Wärmedämmung (U-Wert), die Sie von der Beschichtung erwarten. Es ist das ultimative Power-Paar der Verglasungsbranche.

Was ist der Unterschied zwischen „Ford Blue“ und „Dark Blue“?

Die Bezeichnungen können verwirrend sein, aber letztendlich geht es meist um Transparenz.

  • „Ford Blue“: Dies ist ein historischer Begriff aus der Zeit, als die Ford Motor Company Glas für die Herstellung ihrer Autos verwendete. Meistens ist damit ein helleres, hochtransparentes Blau mit einer Lichtdurchlässigkeit (VLT) von 60–70 % gemeint. Es ist hell, fröhlich und klar.
  • „Dunkelblau“: Dies ist ein tieferer, marineblauer Farbton. Es weist eine geringere Lichtdurchlässigkeit auf (VLT ~30–40 %) und wird für einen stärkeren Blend- und Hitzeschutz eingesetzt. Von außen sieht es „solider“ aus.

Schlussfolgerung

Die Beschaffung von Nutzglas ist letztlich eine Frage des Gleichgewichts zwischen Physik und Philosophie. Wenn Sie eine naturgetreue Farbwiedergabe und maximale Blendungsreduzierung wünschen, ist „Grey“ die richtige Wahl für Sie. Wenn Sie eine moderne, klare Optik wünschen, ist Blau die erste Wahl. Wenn Sie ein Maximum an natürlichem Lichteinfall bei gleichzeitig bestmöglichem Wärmeschutz wünschen, ist „Green“ die richtige Wahl.

Indem Sie Ihre spezifische Klimazone und Ausrichtung berücksichtigen – wobei zu beachten ist, dass eine nach Westen ausgerichtete Wand eine stärkere Tönung benötigt als eine nach Norden ausgerichtete Wand –, können Sie eine Glasspezifikation auswählen, die die Energiekosten senkt und gleichzeitig den optischen Charakter Ihres Projekts prägt.

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